Mein Viertel 2.0

Das Bildungsteam von Green City e.V. will mit Mein Viertel 2.0 Kindern und Jugendlichen eine Stimme geben, ihre Wünsche und Bedarfe in Bezug zu ihrem Wohnumfeld aufnehmen und sie motivieren, ihr Viertel aktiv mitzugestalten. Junge Menschen nutzen digitale Anwendungen und engagieren sich so politisch und gesellschaftlich für eine Veränderung ihres „Lebensraums“. Wünsche und Bedürfnisse werden in digitalen Lebenswelten geäußert, eParticipation-Tools werden mit dem Leben „draußen“ verbunden und Lokalpolititker*innen des Bezirksausschusses (BA) sowie Bildungseinrichtungen in den Prozess eingebunden – das motiviert zu einer aktiven Mitgestaltung der eigenen Zukunft.

Die Schwerpunkte der Projektvorbereitung lagen bei einer Recherche nach digitalen Beteiligungsmethoden und der gezielten Netzwerkarbeit mit Lokalpolitiker*innen (ihnen werden die Ergebnisse des Projekts übergeben) und Bildungseinrichtungen (sie haben direkten Zugang zu Kindern und Jugendlichen – auch in Pandemie-Zeiten). So konnte das Projektkonzept beworben und nach Rückmeldungen teilweise angepasst werden.

Als Einstieg wurde eine Kahoot-Quizumfrage zu Stadtgestaltung/Freiräumen in Obergiesing gewählt – coronakonform und niederschwellig (statt vor Ort-Workshops) – die über Einrichtungen der offenen Kinder- und Jugendarbeit (z.B. über das 103er) beworben wurde. Auf Basis der Antworten auf Fragen wie „Nenne den schönsten Ort im Viertel! Warum hältst du dich hier gerne auf?“, „Welcher Ort geht gar nicht?“ oder „Wovon wünscht du dir mehr in deinem Viertel?“ erstellte das Team mit der App Actionbound eine digitale Rallye durchs Viertel, die auch über die Projektlaufzeit hinaus gespielt werden kann. Außerdem können junge Bürger*innen in einer Mini-Umfrage Rückmeldungen zu konkreten Orten geben. Hierfür wurden Aufkleber mit QR-Codes produziert und im Viertel verteilt.

Aufgrund der Beschränkungen waren keine Präsenzveranstaltungen wie Workshops in Jugendtreffs oder gemeinsame Rundgänge mit jungen Menschen und BA-Mitgliedern im Viertel möglich.

Folgendes ist im Rahmen des Projekts entstanden:

Die Erstellung der Rallye und der Mini-Umfrage konnte pandemiebedingt nicht gemeinsam mit der eigentlichen Zielgruppe „draußen“ im Viertel stattfinden (wurde aber mit Unterstützung junger Menschen bei Green City e.V. realisiert). Der Schwerpunkt von Mein Viertel 2.0 lag und liegt auf einer zielgerichteten, erlebnisorientierten Nutzung der genannten digitalen Beteiligungs-Tools. Der inhaltliche Input der Kinder und Jugendlichen (über Kahoot) prägte die Ausgestaltung der weiteren Projektschritte.

Im Projekt konnte pandemiebedingt keine direkte Interaktion zw. jungen Menschen und dem Green City e.V.-Bildungsteam bzw. Entscheider*innen im Viertel stattfinden. Dieser direkte Austausch wäre eigentlich für einen positiven erlebnisorientierten Prozess und eine zielorientierte Beteiligung im Rahmen des Projekts wichtig gewesen.

Die rein indirekte Ansprache der Zielgruppe über Kooperationspartner bzw. auf digitalem Weg ist eine Herausforderung, sie benötigte viel Zeit und wirkte sich sowohl in einer deutlichen Verschiebung des ursprünglichen Zeitplans als auch in der (geringen) Zahl der teilnehmenden jungen Menschen bis zum offiziellen Projektende aus.

Aus diesen Gründen wurde das Projektdesign so angepasst, dass auch über die Projektlaufzeit hinaus bis in den Frühsommer die Actionbound-Rallye und Mini-Umfrage weiter laufen. Dann werden die aktuellen Ergebnisse an die involvierten Lokalpolitiker*innen übergeben.