Blind Date - sound me up

Blind Date – sound me up

Mit der Klasse 6 G der Mittelschule Ichostrasse München

5 Schülerinnen, 12 Schüler, alle Migrationshintergrund.

Mit oofabric: Anna Garbe, Hannes Hein und familyfilms: Chris Brockhaus

Nach Vorbesprechungen beginnen Anna und Hannes am 6.5. das Projekt in der Klasse vorzustellen und den Begriff Audiodeskription zu erklären. Dazu zeigen wir den kurzen Film von Aktion Mensch „Das erste Mal“ und Anna, die blind ist und in dem Film mitgespielt hat, erzählt von der Produktion und der Begegnung. Danach zeigen wir noch die barrierefreie Version des Films und alle beschließen, unser Projekt „Blind Date“ so zu machen, dass Anna auch was davon hat und teilhaben kann.

Diskussion über Teilhabe für Menschen mit Handikap und auch für die, die noch nicht so viele Deutschkenntnisse haben.

Nach einem gemeinsamen Mittagessen, wobei Valentin aus der 6 G  die Unterstützung für Anna übernimmt, bauen Hayyn, Khoi und Tommy Kamera, Stativ und Micro auf und mit den Kollektionen der bunten Kopftüchern von oofabric starten die Schüler*innen spielerisch den Modesalon. Sie beschreiben Anna, was sie auf und um den Kopf gewickelt haben, finden eigene Worte für Formen und Farben und das Filmteam dokumentiert selbständig die Begegnungen.

Am 10.5. beginnen die Schüler*innen der 6 G ihre eigenen Filmprojekte. Die Frauengruppe schreibt vorab ein Konzept:

 und drehen einen Film über Mädchen, die sich schminken und nicht putzen wollen: „Zigeunische Familie außer Kontrolle“.

Die 2 Männergruppen inszenieren und filmen „Die Schlägerei“ (Mobbing eines Blinden) und „Wer wird Millionär“. Alle 3 Filme beginnen anfangs mit Audiodeskription, verselbständigen sich aber im Making einfach zum Film.

Wir stellen jetzt fest, dass ein Film nicht von Anfang an mit Audiodeskription gedreht werden kann, sondern dass das eine eigenständige Postproduktion sein muss.

Filmschnitt mit Chris Brockhaus von familyfilms und Hannes Hein.

Am 22.5. sichten wir die 17 entstandenen Rohfilme, besprechen mit der Klasse und den 3 Teams die Bild- und Tonqualität und die 6 G beschließt, welche Schnitte einen lebendigen Film insgesamt ergeben. Das Thema Audiodeskription wird immer weniger aktuell. Die Teams sprechen auch über Gaming und wer daran Geld verdient und über Persönlichkeitsrechte.

Chris  bereitet die Filmschnipsel vor und am 24.5. setzen wir sie gemeinsam und lautstark zu einem Gesamtfilm zusammen, dabei entscheiden sowohl die die Klasse, dieTeams und auch Einzelne – was im Film vorkommen darf und was peinlich ist und raus muss.

Am 7.6., dem letzten Schultag vor den Pfingsferien, ist Filmpremiere mit den Klassen 6 A und 5 A , deren Lehrern und der Direktorin.

Rauschender Beifall, Einzelinterviews der eingeladenen Mitschüler*innen mit den Filmteams und wir verteilen Infoblätter zu „Flimmern & Rauschen“ und dem PIXEL im Gasteig.

Der fertige Film ist 16:33 Minuten lang und bleibt als Unterrichtsmaterial in der Ichoschule.