QR-Bildungsroute: „Datenschutz - dein Ding!“

QR-Bildungsroute: „Datenschutz – dein Ding!“

Diese Bildungsroute gewährte in Form einer QR-Code Rallye einen spielerischen und interaktiven Zugang zum Thema Datenschutz. Die im Vorfeld ausgearbeitete Route beschäftigte sich mit verschiedenen Facetten der Thematik und setzte sich in Form von Aufgaben, Rätseln und Infografik mit Datenschutz auseinander. Die beteiligten Jugendlichen durchliefen die Rallye und lösten verschiedene Aufgaben, um so die einzelnen Buchstaben für das gesuchte Lösungswort zusammenzusuchen.

Durch den Einsatz von QR-Codes, die mithilfe von Tablets bzw. Smartphones ausgelesen wurden, konnte eine anregende Arbeitsform implementiert werden, die Bezug zur Lebenswelt der Jugendlichen nahm. Bei Reflexion der Projekttage ist deutlich geworden, dass der spielerische und interaktive Zugang zum Thema Datenschutz mittels Tablets für Jugendliche einen spannenden Weg darstellt, um sich selbstgesteuert mit einem Thema auseinanderzusetzen.

Die Rallye-Stationen und der Laufzettel sind hier zum Download verfügbar:
(aktualisierte Version aus dem August 2018)

Die Bildungsroute enthielt folgende Stationen:

 

Ablauf:

Die Jugendlichen konnten sich frei im Projektraum bewegen und sich an den Aufgaben eines Laufzettels entlanghangeln. Hinter den einzelnen QR-Codes versteckten sich kleine Quiz- und Rätselaufgaben, gestaltet als sogenannte „LearningApps“ oder animierte Informationsgrafiken rund um das Thema Datenschutz. Da genügend Tablets für Kleingruppen von zwei bis drei Personen vorhanden waren, wurden alle Jugendliche miteinbezogen und zeigten große Begeisterung. Zugleich waren die Tablets ein unmittelbarer Verbindungspunkt zum Schwerpunkthema „Datenschutz“, da die meisten Jugendlichen ihren Alltag ebenso mit Tablets und Smartphones gestalten.

Ein weiteres Element dieses Projekts war die „Safer Selfie”-Station. Dort konnten die Jugendlich Fotos mithilfe eines Tablets von sich schießen und sie direkt auf Instagram hochladen. „Safe“ wurde das Ganze, da sich die Akteure hinter Masken versteckten (z.B. Edward Snowden, Kilroy, Homer Simpson oder Hello Kitty) und ihr Gesicht so nicht zu sehen war. Die Bilder sind auf Instagram unter http://instagram.com/whoswatchingyou14 bzw. Hashtag #wwy14 zu finden.

Umsetzung der Projektziele:

Der Zugang zum Thema Datenschutz ist unserer Meinung nach gut gelungen, da die Jugendlichen mit Spaß dabei waren und sich sicherlich jeder angesprochen fühlte. Auch in Gesprächen wurde deutlich, wie wenig sie zum Thema Datenschutz wussten bzw. sich bisher damit beschäftigt hatten. Alle zeigten großes Interesse, besonders hervorgerufen durch die Möglichkeit der selbständigen Arbeit mit den Tablets und den QR-Codes. Die „Safer Selfies“ rundeten das Konzept ab.

Zielgruppe:

Es nahmen insgesamt rund 250 Schüler_innen teil, auf fünf Vormittage vom 14. bis 18. Juli.2014 verteilt. Davon hatten ca. 1/3 einen Migrationshintergrund. Die Zielgruppe der Bildungsroute lag bei Schüler_innen der 6.-9. Klasse. Die Arbeit mit ihnen gestaltete sich im Großen und Ganzen als sehr angenehm und kooperativ. Besonders war natürlich, dass es sich genau um ihre Lebenswelt und ihren persönlichen Datenschutz im Umgang mit dem Internet und sozialen Netzwerken handelte. So gut wie alle Jugendliche waren von der interaktiven Arbeit mit den Tablets begeistert und brachten sich gerne, auch am Anfang in einer kleinen Einführungsrunde, ein.

Verwendete Medien:

Software: LearningApps.com,
Veröffentlichung der Safer Selfies unter Instagram.com;
Hardware: Tablets, auf denen ein QR Scanner installiert war. Die Tablets eigneten sich besonders gut, da von Jugendlichen in ihrem Alltag häufig genutzt werden, so dass die meisten Teilnehmenden mit der Bedienung vertraut waren. Außer dem QR-Scanner waren alle anderen vorhandenen Apps gesperrt, so dass ein Missbrauch ausgeschlossen wurde.
Bei der „Safer Selfie Station“ war ein festes Tablet vorhanden, welches auch immer von einem Mitarbeiter betreut wurde.

Die Bildungsroute wurde gestaltet von SIN – Studio im Netz e.V.
Das SIN ist eine seit 1996 bundesweit agierende medienpädagogische Facheinrichtung. Es konzentriert als anerkannter Träger der freien Jugendhilfe den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf den Bereich “Kinder, Jugendliche und digitale Medien”.